Hybride Lehre

Die hybride Lehre verknüpft Vermittlungsformen, die virtuell oder physisch vor Ort durchgeführt und zeitlich synchron oder asynchron umgesetzt werden können.

In der hybriden Lehre geraten Zeit und Raum in neue Ordnungen. Das ist technisch und didaktisch herausfordernd, aber vor allem sehr anregend.

Franziska Nyffenegger

Die hybride Lehre soll Eigenmotivation und Eigenverantwortung zelebrieren und neben dem Menschlichen, Persönlichen und Gemeinschaftlichen im Zentrum stehen.

Mona Neubauer

Ich sehe mich gerne wie ein Flummi, der zwischen Welten hüpft. Beam me up!

Charlotte Axelsson

Es sollte einen Moderator geben für die Zoomies, der Fragen einbettet und guckt, dass sie was sehen und hören.

Mela Kocher

Hybride Lehre heisst unterschiedliche didaktische Methoden von Lernsettings. Im übertragenen Sinne findet das Lernen in unterschiedlichen Raumsituationen, mit einer Mischung aus diversen Lernmaterialien statt. Das heisst, es gibt kein reines «digitales Lehren» oder «materielles Lernen» sondern eine Kombination aus physischer und digitaler Präsenz sowie materiellen und digitalen Lernmedien.

Die gemischte Präsenz, hier synchron im digitalen oder physischen Raum mit Hilfe von Videokonferenzensystemen, ist ein herausforderndes Format. Man kann einiges planen – und vor allem mit vielen Eventualitäten rechnen. Mit diesem Artikel wollen wir ein paar Ideen und Tipps mit euch teilen.

Formate

Es gibt unzählige verschiedene Formate und Konstellationen der «hybriden Lehre». Hier drei Inspirationen und Formatvorschläge.

Format 1
In einem Webinar werden externe Expertinnen und Experten für ein Referat und Rückmeldungen eingeladen [virtuell/synchron]. Die Referate werden aufzeichnet und auf PAUL als Dokumentation zur Verfügung gestellt [virtuell/asynchron].

Format 2
Ein Dozent gibt Tischkritiken. Er ist physisch vor Ort an der ZHdK und gleichzeitig per Zoom erreichbar. Studierende können einen Slot reservieren und ihn per Zoom oder direkt im Toni Areal treffen [physisch, virtuell/synchron].

Format 3
Eine Klasse mit 10 Personen wird in zwei Gruppen geteilt. Abwechselnd nehmen die Gruppen in wöchentlichen Treffen [physisch/synchron] vor Ort im Toni-Areal oder per Zoom [virtuell/synchron] teil. Dazwischen gibt es Selbstlernphasen, die durch digitale und analoge Lernmaterialien unterstützt werden [virtuell/asynchron].

Einzelne Schritte

Vorher

  • Abklären, wer online teilnehmen möchte.
  • Abklären, welche Infrastruktur der jeweile Raum im Toni hat.
  • Technik testen.
  • Sind alle Unterlagen vorher digital abrufbar?
  • Digitale Zugänge bereitstellen.

Während des Unterrichts

  • Den Überblick behalten.
  • StudentInnen mit einbeziehen.
  • Die Stimmung eines guten Unterrichts beibehalten.
  • Fehler akzeptieren.
  • Pausen einplanen.

Nachher

  • Evaluieren: Was hat funktioniert, was nicht und wieso?
  • Gegebenenfalls über Foren weiter austauschen.
Gelingende Elemente und Tipps
  • Informelle Räume schaffen (!).
  • Einen Spaziergang mit Aufgabe durchs Toni mit den Studierenden einplanen (funktioniert a. auch als Maskenpause, b. auch mit einem dazu gezoomten.).
  • Eine Studentin als digitalen Assistent beauftragen.
  • Kürzere Sequenzen planen.
  • Technische Pannen akzeptieren.
  • Smartphone als Hilfsmittel einsetzen.
  • Sich eingestehen, «nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen» zu können.
  • Zoom Tipp, sollte die Verbindung mal nicht gehen, trennen und neu verbinden.
  • Tief einatmen und ausatmen.