Digitale Prüfungen am Toni-Areal

Wie kann man komplexe oder immer wiederkehrende Prüfungen mit digitalen Möglichkeiten vereinfachen? Welche Inhalte machen Sinn und wie bereitet man sie auf? Welche technischen Rahmenbedingungen müssen beachtet werden? Wie richtet man die Umgebung ein?

Mit Hilfe von PAUL und dem E-Learning konnten wir in Kürze eine komplexe Prüfung erstellen und bereitstellen.

Heiko Freud, Musikpädagogik

Wir nutzen unsere Online-Prüfungen, um die Studierenden digital abzuholen und mit den Lernmedien vertraut zu machen.

Christine Baumann, Contemporary Dance

Eine Prüfung stellt ein Instrument dar, mit dem man Kompetenzen oder auch Standards messen und überprüfen kann. Ob man sie als Auswahlverfahren, Lernkontrolle oder Schlussprüfung nutzt, verändert nichts an der Wichtigkeit, Gütekriterien richtig zu setzen. Mit den drei Messgrössen «Objektivität, Reliabilität und Validität» können verlässliche Schlussfolgerungen aus einer Prüfung gezogen werden. Hinzu kommt, dass der zu Prüfende in einem Rahmen geprüft werden sollte, in dem es fair und ohne Betrug von statten gehen muss.

Weitergehend sollte man sich über den Sinn und den Zeitpunkt einer Prüfung Gedanken machen. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund: Ist die Prüfung in den Lern- und Lehrkontext gut eingebettet? Wurden die Inhalte klar kommuniziert oder wurden sie zusammen erarbeitet? Zu guter Letzt macht es Sinn, die Prüfungsform, die Art der Aufgabenstellungen sowie das Leistungsniveau im vorab zu diskutieren und transparent zu legen.

Als dritter Baustein kann man das WIE – mit welchen technischen Möglichkeiten wird geprüft? – hinzuziehen. Analog zu den herkömmlichen Methoden auf Papier bieten die digitalen Möglichkeiten in verschiedener Hinsicht spannende Anwendungsgebiete.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Schnelle Duplizierbarkeit und Anpassung.
  • Arbeit in grossen Teams möglich (auf Seite der Lehrenden).
  • Grosse Gruppen Lernender.
  • Prüfungen sind von überall zugreifbar und editierbar.
  • Transparenz.
  • Gezielte Einstellung und sichere Prüfung ermöglichen (Save Exam Browser).
  • Schnelle Prüfungs-Auswertung.
  • Automatisierung von Noten.
  • Export in PDF oder andere Formate.
  • Keine Papierberge.
  • Archivierung.

Nachteile

  • Systeme kennenlernen.
  • Arten von Online-Prüfungen kennenlernen.
  • Aufbereitung des Materials.
  • Infrastruktur: BYOD* versus Computerräumen. (*Bring your own Device)
Einzelne Schritte

Die Wahl der Plattform ist bei Online-Prüfungen wichtig. PAUL, die Plattform für Austausch und Lernen bietet eine Vielzahl von Werkzeugen an und ist mit dem Safe Exam Browser kompatibel.

Bei einfachen Aufgaben bis hin zu diversen Vorlagen, wie zum Beispiel bei Multiple Choice und offenen oder geschlossenen Fragen, ist PAUL prädestiniert, um dort Lernkontrollen zu platzieren. Je nach Relevanz und Grösse der Lernkontrolle muss früher oder später die Planung angefangen werden.

Sechs - vier Monate davor

  • Werden Computer benötigt?
    • Raum reservieren.
    • Computer einrichten lassen.
    • IT-Support anfragen.
  • Welche Relevanz hat die Prüfung?
    • ECTS relevant.
    • Lernkontrolle.
    • Leistungsnachweis.
  • Systeme kennenlernen.
    • Was ist möglich: Linearer/nonlinear Aufbau ...
    • Welche Typen von Fragen gibt es?

Zwei Monate davor

  • Prüfung entwickeln und digitalisieren.
    • Zum Beispiel auf PAUL.

Einen Monat davor

  • Teilnehmende aufmerksam machen, dass die Prüfung digital geprüft wird.

Eine Stunde davor

  • Raum vorbereiten (Beamer und Laptop).
  • (Begrüssungs)seite öffnen (lassen).
  • Plan B, ein paar gedruckte Prüfungen mitnehmen – gerade für das erste Mal – auch zur eigenen Sicherheit.

Einstieg

  • Prüfung.
    • Traubenzucker bereitstellen.

Danach

  • Auswertung auf PAUL.
  • Fragen weiterentwickeln und für das nächste Mal anpassen.
Weiterführende Links

Entwickeln von Prüfungen (Quelle ETH Zürich)

Browser-basierte Prüfungen auf Save Exam Browser